Bundestagswahl 2013

Wie war das 2013 mit der Bundestagswahl nochmal?

Die Bundestagswahl 2017 steht vor der Tür und wieder werben die Parteien hierzulande um die Gunst der Wählerschaft von München bis Hamburg. Viele haben dabei vielleicht schon vergessen, wie denn die letzten Bundestagswahlen ausgegangen sind. Die meisten können sich noch an die Siegerin der Wahl erinnern, da sie ja auch heute noch Bundeskanzlerin ist. Doch kennen Sie auch noch den genauen Ausgang der Wahl. Waren die Piraten damals schon stark und wie schnitt nochmal die FDP ab?

Rückblick: Die Bundestagswahl 2009

Bevor wir uns die Bundestagswahl 2013 anschauen, gehen wir erstmal einen Schritt zurück und legen die Wahl 2009 zugrunde. Damals herrschte in Deutschland die große Koalition und die Linken, die Grünen und die FDP waren Oppositionsparteien. Am 27. September 2009 fand dann die Bundestagswahl 2009 statt und es gab so manche Überraschung, bei einer historisch schwachen Wahlbeteiligung von 70,78 Prozent. Damals traten insgesamt 27 Parteien an und wetteiferten in einem langen Wahlkampf um Wählerstimmen im ganzen Land. Der größte Gewinner der damaligen Wahl war die FDP, was sich aber dann in der Bundestagswahl 2013 wieder relativierte, aber dazu später mehr. Mit einem Plus an 4,7 Prozentpunkten sicherte sie sich zusammen mit der CDU, die 1,4 Prozentpunkte verlor, die Regierung. Die SPD schied somit aus der amtierenden Regierung aus und wurde Oppositionspartei, zusammen mit den Grünen und den Linken. Insgesamt kam die CDU/CSU auf 33,8, die SPD auf 23, die FDP auf 14,6, die Linke auf 11,9 und die Grüne auf 10,7 Prozent. Diese 5 Parteien zogen damit in den Bundestag ein. Die zwei weiteren erfolgreichsten Parteien waren die Piraten mit 2 Prozent und die NPD mit 1,5 Prozent. Somit stellten fortwährend bis zur Bundestagswahl 2013 die Union und die FDP die Regierung.

Die Bundestagswahl 2013 und die Rückkehr zur großen Koalition

Die Bundestagswahl 2013 fand am 22. September 2013 statt und die Wahlbeteiligung lag bei 71,5 Prozent. Während die Union in der darauffolgenden Wahl von ihrer Politik in der Regierung profitieren konnte, was sicherlich auch an der charismatischen Kanzlerin Merkl und dem Wirtschaftsaufschwung lag, konnte die FDP nicht wirklich mithalten. In blanken Zahlen dargestellt verlor die FDP glatte 9,8 Prozent an Gefolgschaft, während die CDU/CSU plötzlich 7,7 Prozent zulegte. Insgesamt war wohl die Union der größte Gewinner der Bundestagswahl 2013 und stellte wiederum die Regierung. Diesmal aber nicht mit dem geliebten Partner FDP, die durch ihr Ergebnis von nur 4,8 Prozent aus dem Bundestag ausschied, sondern mit der SPD. Die Sozialdemokraten konnten ihr schwaches Ergebnis aus der Vorwahl halbwegs relativieren und gewannen 2,7 Prozent. So kam die SPD auf 25,7 Prozent und konnte sich mit der Union auf einen Regierungsaufbau einigen. Zusammen hatten die beiden Parteien damit von 631 Sitzen 504 Sitze und konnten so die nächsten 4 Jahre ihre Politik konsequent durchziehen. Ein anderer großer Gewinner der Bundestagswahl 2013 war aber sicherlich auch die AFD. Damals noch gar nicht so deutlich wahrgenommen gewann die rechte Partei, die sich Alternative für Deutschland nennt, immer mehr an Bedeutung, konnte trotz des Kaltstarts auf 4,7 Prozent noch nicht in den Bundestag einziehen. Da wie schon erwähnt auch die FDP aus dem Bundestag ausgeschieden war, bliebt auf Seiten der Opposition nur noch die Grünen und die Linken mit insgesamt 127 Sitzen und beiderseits Verlusten.

Bundestagswahl 2017 – wohin geht der Trend?

Da in der Bundestagswahl 2013 eine große Koalition mit einer relativ hohen Mehrheit erzielt wurde, konnte eine konsequente Politik, sowohl innenpolitisch als auch aussenpolitisch durchgezogen werden. Es gab viele Streitthemen, vor allem hinsichtlich Europas, der Ausrichtung Deutschlands und der Flüchtlingspolitik. Während 2016 die AFD weiter auf dem Vormarsch war, verloren die Regierungsparteien zwischenzeitlich viele Stimmen. Vor allem die Unzufriedenheit der Menschen und die Angst vor fanatischen Ausländern und Terroristen schüren Ängste und ein Wandel schien im Gange zu sein. Seitdem Brexit in Großbritannien und dem überraschendem Sieg Donald Trumps in den USA scheint sich aber wiederum ein Wandel zu vollziehen. Die SPD konnte aufgrund der Nominierung von Martin Schulz an Sympathie gewinnen und scheint gut gewappnet Richtung Bundestagswahl 2017 ausgerichtet zu sein. Die Kanzlerin hat mittlerweile auch gute Umfragewerte und viele Menschen besinnen sich wieder weg von der AFD. Was aber wirklich bei der Bundestagswahl 2017 herauskommt, bleibt abzuwarten.

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