Bundestagswahl 2005

Bundestagswahl 2005 – Zusammenfassung vergangener Wahlen und Ausblick
Die Bundestagswahl 2005 wird am 18. September des Jahres 2005 durchgeführt und führt zu einer Großen Koalition unter der Regierungsführung von Dr. Angela Merkel. Ein neuer Bundestag wird normalerweise alle vier Jahre gewählt und die Wahl des 16. Bundestages ist ursprünglich für das Jahr 2006 vorgesehen. Der Bundeskanzler des 15. Bundestages, Herr Gerhard Schröder, bittet jedoch Bundespräsident Roman Herzog um die Auflösung des Parlamentes. Wie dieser Vorschlag zustande kommt, zu welchem Ergebnis die Bundestagswahl 2005 führt und wann die zukünftige Bundestagswahl 2017 stattfindet, erfahren Sie nachfolgend.

Bundestagswahl 2005 – verlorene Vertrauensfrage
Die Vertrauensfrage wird im Deutschen Bundestag selten gestellt. Helmut Kohl stellt im Jahre 1983 die Vertrauensfrage und Willy Brand stellt sie im Jahre 1972. Gerhard Schröder stellt die Vertrauensfrage am 1. Juli 2005 und erwartet ein negatives Abstimmungsergebnis. Die Absicht des Bundeskanzlers ist es, Neuwahlen zu erreichen. Nach dem deutschen Grundgesetz kann das Parlament des Bundestages sich nicht selbst auflösen. Daher wird durch den Entzug des Vertrauens der Bundespräsident Roman Herzog um die Auflösung des Parlaments gebeten. Seit der Bundestagswahl 2002 bildet eine Koalition aus SPD und Bündnisgrünen die Regierung unter der Führung von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Am 1. Juli 2005 führt eine Enthaltung der meisten SPD- und Bündnisgrünen-Bundestagsmitglieder zu einem negativen Abstimmungsergebnis. Durch die Enthaltungen wird die Kanzlermehrheit von 301 Stimmen verfehlt. Bundeskanzler Gerhard Schröder bittet den Bundespräsidenten um die Auflösung des Parlaments. Dieser stimmt zu und am 18. September desselben Jahres findet die Bundestagswahl 2005 statt.

Bundestagswahl 2005 – Ergebnis
Der 16. Bundestag wird am 18. September 2005 von 298 Wahlkreisen gewählt. Im Parlament stehen insgesamt 614 Sitze zur Verfügung. Fünf Parteien schaffen die 5-Prozent-Hürde und ziehen in den neugewählten Bundestag ein. Zu den Parteien, die in den Bundestag einziehen gehören SPD, CDU/CSU, PDS (Die Linke), FDP und Grüne. Auf die CDU/CSU, auch Union genannt, entfallen 226 Sitze. Die SPD erhält 222 Sitze. Die PDS (Die Linke) bekommt 54 Sitze. Die Bündnisgrünen erhalten 51 Sitze. Die FDP kommt auf insgesamt 61 Sitze. Prozentual ausgedrückt bedeutet das, dass die Union mit 35,2 Prozent als Sieger aus der Bundestagswahl 2005 hervorgeht, gefolgt von der SPD mit 34, 2 Prozent der Stimmen. Die FDP holt 9,8 Prozent der Stimmen, gefolgt von der PDS mit 8,7 Prozent. Schlusslicht bilden die Grünen mit 8,1 Prozent der ausgezählten Stimmen. Zu den Gewinnern der Bundestagswahl 2005 zählen die Union, die FDP und die PDS. Die Union verliert zwar gegenüber 2002 3,3 Prozent der Stimmen, bildet aber die stärkste Fraktion und wird mit der Regierungsbildung beauftragt. Die FDP holt insgesamt 2,4 Prozent mehr Stimmen, als 2002. Die PDS gewinnt 4,7 Prozent gegenüber 2002 hinzu. SPD und Grüne verlieren mit 4,3 Prozent und 0,5 Prozent Stimmen gegenüber 2002. Das Rot-Grüne-Bündnis erhält keine Regierungsmehrheit und verliert den Regierungsauftrag. Um die „absolute Mehrheit“ zu erreichen, sind insgesamt 308 Sitze nötig.

Bundestagswahl 2005 – mögliche Koalitionen
Eine „absolute Mehrheit“ von 308 Sitzen wird durch die möglichen Koalitionen „Union, FDP, Grüne“ mit 338 Sitzen, „SPD, Linke, Grüne“ mit 327 Sitzen, „SPD, FDP, Grüne“ mit 334 Sitzen sowie einer großen Koalition aus Union und SPD erreicht. Im Jahr 2005 wird eine neue Regierung aus Union und SPD gebildet. Diese besitzt mit 410 Sitzen eine „Zweidrittelmehrheit“ und ist regierungsfähig. Neue Bundeskanzlerin wird Dr. Angela Merkel.

Bundestagswahl 2017 – Ausblick
Seit der Bundestagswahl 2005 gibt es zwei weitere Bundestagswahlen. Die Bundestagswahl 2009 wird am 27. September durchgeführt und erzielt eine Regierungsmehrheit für Union und FDP. Dr. Angela Merkel bleibt Bundeskanzlerin. Die Bundestagswahl 2017 findet am 24. September statt. Verschiedene Prognosen sehen bei der Bundestagswahl 2017 SPD und Union gleichauf. Es ist fraglich, ob Union und SPD in einer großen Koalition weiterregieren. Selbst wenn eine große Koalition zustande kommt bleibt abzuwarten, ob diese von Dr. Angela Merkel oder Martin Schulz geführt wird. Des Weiteren ist spannend, ob bei der Bundestagswahl 2017 die FDP die 5-Prozent-Hürde schafft. Weitere Parteien, die bei der Bundestagswahl 2017 Chancen auf den Einzug in das Parlament haben sind Bündnisgrüne, Die Linke sowie die AFD.

Bundestagswahl – Fazit
Welche Bundestagswahl wir betrachten, ob die Bundestagswahl 2002, die Bundestagswahl 2005 oder die Bundestagswahl 2009, SPD und CDU/CSU bilden das stärkste Parteiengefüge. Für die Bundestagswahl 2017 gilt ebenfalls, dass SPD und Union am stärksten abschneiden werden.

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